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B-12 Berufsschulische Grundbildung für Prostituierte; zur Weiterleitung an: Landesdelegiertenkonferenz Jusos Baden-Württemberg

AntragstellerInnen: Ulm

Berufsschulische Grundbildung für Prostituierte; zur Weiterleitung an: Landesdelegiertenkonferenz Jusos Baden-Württemberg

Die Ausübung einer Tätigkeit als Prostituierte/Prostituierter soll zukünftig nur noch gestattet sein, wenn die erfolgreiche Absolvierung eines berufsschulischen Basiskurses “Prostitution“ nachgewiesen werden kann.

Ein solcher soll neu eingerichtet werden. Innerhalb einer dreimonatigen schulischen Ausbildungszeit sollen notwendige Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt werden, die einen Rahmen für eine selbständige und eigenverantwortliche Berufsausübung bieten. Wesentlicher Inhalt soll sein:

– Rechtskunde in berufsspezifischen Themenbereichen des Zivil-, Straf-, Arbeits-, Verwaltungs- und Sozialrechts.

– betriebswirtschaftliches Basiswissen

– spezifische Pathologie und Hygiene

– Deutsch- und Gemeinschaftskunde

 

Die Grundbildung soll mit einer schriftlichen und mündlichen Prüfung abgeschlossen werden.

Begründung:

Prostitution ist kein Ausbildungsberuf. Auch ist eine geregelte Berufsausbildung im dualen System kaum denkbar.

Daraus resultiert, dass diese berufliche Tätigkeit oftmals von Personen ausgeübt wird, die gerade durch mangelndes Hintergrundwissen ihren KundInnen bzw. ZuhälterInnen nicht auf Augenhöhe gegenüber stehen.

Eine berufsschulische Grundbildung soll sie hier in die Lage versetzen selbstbewusst ihre Rechte wahrnehmen zu können und sich bei ihrer risikoreichen Tätigkeit adäquat zu schützen.

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Änderungsanträge zu B-12

Nr Zeile AntragstellerInnen Text Begründung Status
B-12-1-3 1-3 Rhein-Neckar

Ersetze durch: Die Ausübung einer Tätigkeit als Prostituierte/Prostituierter soll zukünftig nur noch gestattet sein, wenn die erfolgreiche Absolvierung eines berufsschulischen Basiskurses “Prostitution“ nachgewiesen werden kann.

B-12-1-3 1-3 Rhein-Neckar

Ersetze durch: Die Ausübung einer Tätigkeit als Prostituierte/r soll zukünftig durch einen freiwilligen, berufsschulischen Basiskurs „Prostitution“ verknüpft werden können.

B-12-3 3 Rastatt / Baden-Baden

Füge ein in Zeile 3: Ein solcher Kurs soll in speziellen Beratungszentren angeboten werden.

B-12-11 11 Rastatt / Baden-Baden

Streiche Zeile 11

B-12-13 13 Rastatt / Baden-Baden

Füge ein in Zeile 13 nach “werden“: und mit einem entsprechenden Ausweisdokument belegt werden, um die Transparenz bei der Kontrolle von Bordellen gewährleistet zu können.

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