© Bild von Hubert Berberich / CC BY 3.0

D-11 #brutaldigital im Sport - eSport anerkennen

AntragstellerInnen: Heilbronn

#brutaldigital im Sport - eSport anerkennen

Sport sozialisiert. Sport vermittelt Werte. Sport hält mental und physisch fit. Aus diesen guten Gründen wird Sport vom Land gefördert. Doch für einen Großteil unserer Generation ist der herkömmliche Sport nicht mehr interessant. Viele wenden sich einer anderen Form des kompetitiven Wettstreits zu, welche aber gesellschaftlich nicht anerkannt und politisch nicht gefördert wird – eSports.

Um diese Ungleichheit zu beheben, fordern wir mit der Bedingung, dass die Videospiele-Hersteller im Gegenzug ihre Rechte zur Bestimmung von Übertragungsrechten, Turnieren, Eintrittskarten-Preisen oder den Ausschluss von bestimmten Spieler, Teams, Veranstaltern, Medienpartner und Dritt-Anbieter abgeben:

  • Eine vollkommene Gleichstellung von eSports mit allen anderen Sportarten und damit eine gleichwertige Förderung durch das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württembergs.
  • Eine Zusammenarbeit des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württembergs mit lokalen, nationalen und internationalen Organisationen zur Etablierung von eSports-Organisationen und zum Erhalt jener.

 

 

Begründung:

Begründung:

eSports haben schon lange nichts mehr mit den üblichen Klischees von “Videospiel-Nerds” zu tun. Längst sind eSports-Veranstaltungen zu riesigen Events mit Gewinnen in Millionenhöhe geworden, Streams werden millionenfach verfolgt und die Popularität nimmt rasant zu.

Eine sinnvolle Organisation von eSports-Veranstaltungen und Verbänden ist aber nur dann möglich, wenn die Videospiel-Hersteller ihren Einfluss auf jene beschränken. Somit können demokratische Strukturen in Verbänden etabliert und eine Gemeinnützigkeit somit gerechtfertigt werden. Über den Mangel an Jugendarbeit bei Spielen, welche über eine Altersbeschränkung verfügen muss dabei hinweg gesehen werden.

Ein Unterschied im Bezug auf die Eignung als Sport aufgrund der motorischen Anforderungen für den Spieler zwischen Schach, welches als Sport anerkannt wird, und eSports ist nur schwer rational zu begründen. In einer Studie der Sporthochschule Köln wurde sogar festgestellt, dass Herzfrequenz und Cortisolspiegel von Profispielern durchaus dem eines Marathonläufers entsprechen können. Somit ist auch ein gewisses Level an. Fitness und Training erforderlich um im eSports erfolgreich zu sein - wie in herkömmlichen Sportarten auch.

Nichtsdestotrotz sind alle eSports-Organisationen und Veranstalter übermäßig von Sponsorengeldern abhängig, da sie keine Förderung und keine steuerrechtlichen Begünstigungen erhalten. Dies hemmt die Entwicklung jener Organisationen unnötig und führt langfristig zu einer Rückstand der deutschen eSports-Gemeinschaft im globalen Vergleich. Da könnte der Status der Gemeinnützigkeit, welcher unter anderem mit der Anerkennung von eSports als Sport einhergeht, Abhilfe schaffen. Auch die Sportlandschaft muss sich mit der Zeit bewegen, um alle Interessen wahrzunehmen. Deswegen wird durch eine Kooperation zwischen allen Parteien, welche mit eSports zu tun haben, und einem gemeinsamen Ausbau der eSports-Gemeinschaft nicht nur Deutschland für Unternehmen und Touristen interessanter gemacht, sondern auch langfristig eine kulturelle Bereicherung für unsere Gesellschaft geschaffen.

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Änderungsanträge zu D-11

Nr Zeile AntragstellerInnen Text Begründung Status
D-11-5-7 5-7 Konstanz

Ersetzte ab Z5 “Um diese“ bis Z7 “abgeben“ durch “Wir fordern daher:“

D-11-8 8 Konstanz

Ersetzte in Z8 “Gleichwertige“ durch “Entsprechende“

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