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B-6 Gemeinschaftsschule für alle!; zur Weiterleitung an: Landtagsfraktion

AntragstellerInnen: Karlsruhe-Land

Gemeinschaftsschule für alle!; zur Weiterleitung an: Landtagsfraktion

Wir fordern, eine Auflösung des (Vier)Dreigliedrigen Schulsystem hin zu einem Eingliedrigen (Gemeinschaftsschule als Schule für alle).

Begründung:

Die Gemeinschaftsschule ist als Antwort auf Chancengleichheit eingeführt worden. Jedoch gibt es immer noch neben der Gemeinschaftsschule die Möglichkeit auf ein Gymnasium, Realschule oder Werkrealschule zu gehen. Deshalb fordern wir die Gemeinschaftsschule für alle. Das Prinzip des Gymnasiums, der Realschule und Werkrealschule ist veraltet. Es richtet sich nach dem utopischen 7-G Prinzip: „Alle gleichaltrigen Schüler*innen, lernen zur gleichen Zeit, bei der gleichen Lehrkraft, im gleichen Raum, mit den gleichen Methoden, den gleichen Inhalt und sollen die gleichen Ziele gleich gut erreichen.“ Die frühe Aufteilung von Kinder in die verschiedenen Schularten ist ein wesentlicher Grund für die fehlende Chancengleichheit in Deutschland. Umso jünger Schüler*innen sind, wenn sie nach ihrer „Begabung“ auf verschiedenen Schulen geteilt werden, desto größer ist die Gefahr der Fehleinschätzung durch die Lehrende bzw. Eltern. Stattdessen fordern wir ein gemeinsames Lernen aller Schüler*innen bis zum Abschluss. Davon profitieren die stärkeren und schwächeren Schüler*innen. Gemeinschaftsschulen sind Ganztagesschulen. Auch das ist ein elementarer Schritt in Richtung Chancengleichheit. Denn nur in einer Ganztagesschule haben alle Schüler*innen annähernd die selbe Chance auf Bildung. Gymnasien, Realschulen und Werkrealschulen sind dagegen meistens keine Ganztagesschulen. Außerdem ist so gegeben, dass an jeder Gemeinschaftsschule in BaWü auch das Abitur gemacht werden kann. Dies ist aktuell an vielen Gemeinschaftsschule nicht möglich, obwohl es zuvor den Schüler*innen und den Eltern versprochen wurde. Wir sprechen uns für die Inklusion an der Gemeinschaftsschule aus und dass dies auch so viel wie möglich Schüler*innen nutzen können, wissen jedoch, dass nicht allen Menschen mit Behinderung aufgrund ihrer Behinderung möglich ist auf die Gemeinschaftsschule zu gehen. Deshalb sollen neben den Gemeinschaftsschulen die Sonderschulen bestehen bleiben.

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Änderungsanträge zu B-6

Nr Zeile AntragstellerInnen Text Begründung Status
B-6-1 1 Ostalb

Füge ein vor Z.1 “Auflösung“ “langfristige“

B-6-20-23 20-23 Heidelberg

– Z. 20-23 in den Beschlusstext ziehen

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