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U-15 Ist der Schweinestall zu klein, muss da der Bauer rein!; zur Weiterleitung an: Landesdelegiertenkonferenz Jusos Baden-Württemberg

AntragstellerInnen: Ulm

Ist der Schweinestall zu klein, muss da der Bauer rein!; zur Weiterleitung an: Landesdelegiertenkonferenz Jusos Baden-Württemberg

Der Bauer, auf der Lauer,

gleich hyperventiliert, wenn ihn jemand kritisiert.

Doch eines, das ist Fakt:

In der Massentierhaltung haben die Tiere zu wenig Platz.

Denn steht das Schwein auf einem Bein,

ist der Stall eben wirklich zu klein.

Ohne Streu, nur auf dem Mist,

ist auch für Schweine widerlich.

Von der Muttersau getrennt,

liegen die Ferkel auf nacktem Zement.

Wasser nur am Automat,

ja, das ist ziemlich hart.

Stecken in der Nachbarkuh die Hörner,

ist das eben nicht der Burner.

Irgendwann um halb drei

kommt dann der Melkroboter herbei.

Wenn die Hühner sich beim Nicken,

gegenseitig alle picken,

bis ihnen Schnabel und Krallen abgeschnitten,

Lol,

dann ist der Hühnerstall zu voll.

Männliche Küken bringen keinen Profit.

Drum werden sie geschreddert.

Bon Appetit!

Presst man die Tiere in enge Schläuche,

kommt auch schnell die große Seuche.

Drum gibt es Antibiotika,

tonnenweise, Jahr für Jahr.

Daraus resultiert: Musst Du unter Bakterien leiden,

lass Dir vom Arzt ein Schnitzel verschreiben.

Diese Zustände sind nicht zu ertragen,

wir müssen eine neue Landwirtschaft wagen.

Drum stellen wir gemeinsam fest:

Mehr Platz für Tiere, das ist nicht schlecht.

Und für den höheren Preis,

essen wir halt weniger Fleisch.

Ansonsten schließen wir mit diesem Reim:

Ist der Schweinestall zu klein,

muss da dann der Bauer rein.

Begründung:

Erfolgt in Reimform.

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Änderungsanträge zu U-15

Nr Zeile AntragstellerInnen Text Begründung Status
U-15-1-39 1-39 Stuttgart

Ersetze Z 1 – 39 durch:

Es lebt grad in Deutschland weit mehr als ein Bauer,
der wähnt sich tagein und tagaus auf der Lauer:
Gibt’s Medien, Tierschützer, die kritisieren,
beginnt er sogleich zu hyperventilieren.

Doch eines ist sicher, und das ist der Satz:
Den massengehaltenen Tieren fehlt Platz.
Denn stehen die Schweine nur auf einem Bein,
dann ist ihr Stall wirklich maßgeblich zu klein.

Kein Gras und kein Streu sondern überall Mist,
da ist das Schwein buchstäblich echt angepisst.
Es liegen die Ferkel auf nacktem Zement,
von Vater- und Muttertier sind sie getrennt.

Auch Wasser, das gibt es nur am Automat,
besonders bei Hitze ist das wirklich hart.
Und stecken im Hintern der Nachbarkuh Hörner,
ist das nicht gerade ein tierischer Burner.

Im Stall gibt’s nie Ruhe, selbst nachts um halb drei,
der Melkroboter kommt ganz plötzlich herbei.
Auch werden die Hühner zu schrecklichen Zicken,
die sich gegenseitig die Federn auspicken.

Drum müssen die Schnäbel und Krallen rasch weg,
doch ohne Betäubung gibt’s Qualen und Schreck.
Die männlichen Küken? – Zu wenig Profit,
husch, husch in den Schredder, und bonappetit!

Und presst man die Tiere in solche enge Schläuche,
entsteht, tja, wen wundert’s, auch bald mal ´ne Seuche.
Doch glücklicherweise gibt es Jahr für Jahr
Für jedes Tier noch mehr Antibiotika.

Musst du also unter Bakterien leiden,
so lass dir vom Arzt schnell ein Schnitzel verschreiben!
Die Zustände sind nicht mehr lang zu ertragen,
drum müssen wir bessere Landwirtschaft wagen.

So fordern wir Jusos mit Herz und mit Recht:
Mehr Platz für die Tiere, das wäre nicht schlecht!
Und führt das auch zu einem höheren Preis,
dann essen wir halt nicht mehr ganz so viel Fleisch.

Für Nachhaltigkeit und Gesundheit wär’s gut,
wir fänden zu besserer Haltung den Mut.
Doch ist der Stall weiterhin so winzig klein,
so sollte der Bauer wohl selbst dort hinein.

Ein vierhebiger Daktylus mit Auftakt wertet den gesamten Antrag auf und betont die Ernsthaftigkeit des Antrags.
U-15-40 40 Ulm

Füge ein ab Z40:

„Wir fordern eine Verbesserung der Haltungsbedingungen in der Landwirtschaft. Die präventive Verabreichung von Antibiotika ist zu verbieten, ebenso das kupieren von Schnäbeln, Krallen und anderen Körperteilen, sofern nicht medizinisch notwendig. Dies soll ebenso wie die Kastration männlicher Nutztiere nur noch unter Betäubung erfolgen. Ferner fordern wir verbindliche Regelungen, welche einen ausreichenden Platz in der Tierhaltung vorsehen, der den natürlichen Bedürfnissen der Tiere entspricht.“

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