© Bild von Hubert Berberich / CC BY 3.0

J-11 Leben retten attraktiver gestalten: 
Arbeitsbedingungen im Rettungsdienst verbessern; zur Weiterleitung an: SPD-Landtagsfraktion, SPD Landesparteitag

AntragstellerInnen: Böblingen gemeinsam mit Tübingen

Leben retten attraktiver gestalten: 
Arbeitsbedingungen im Rettungsdienst verbessern; zur Weiterleitung an: SPD-Landtagsfraktion, SPD Landesparteitag

Die Jusos Baden-Württemberg fordern:

1. Die Prüfung einer Zusammenlegung von Rettungsdienst und Feuerwehr.

2. Die Ausbildungen in beiden Fachbereichen soll dahingehend erweitert werden, dass zwischen den Berufszweigen (Notfallsanitäter und feuerwehrtechnischer Dienst) gewählt oder beide gemeinsam erlernt werden können, wie es aktuell bereits in Großstädten der Fall ist.
Eine nachträgliche Erweiterung der Qualifikation soll ermöglicht werden.

3. Eine Möglichkeit zur Verbeamtung hauptberuflicher Bediensteter im Rettungsdienst ist zu offerieren, wobei die Möglichkeiten zur freiwilligen Ablehnung der Verbeamtung durch den Angestellten (z.B. bei Teilbeschäftigung in einem anderen Bereich) und zur Beschäftigung in Form eines Nebenjobs (z.B. im Rahmen eines Studiums) erhalten bleiben sollen.

4. Weiterbildungsmöglichkeiten für abgehende Bedienstete des Rettungsdienstes sind zu verbessern und somit neue Zugänge zum Arbeitsmarkt bei Dienstunfähigkeit zu schaffen. Eine verpflichtende Psychohygiene in Form von Supervisionen soll helfen, die Arbeitsfähigkeit zu erhalten.

Begründung:

Leben retten muss sich wieder lohnen! Aktuell sind die Arbeitsbedingungen im Rettungsdienst nicht akzeptabel, kaum ein Angestellter kann bei den bestehenden Umständen eine Familie zuverlässig dauerhaft versorgen. Es bedarf einer Korrektur.

Ähnlich wie in großen Städten böte eine Angliederung des Rettungsdienstes an die Feuerwehr die Möglichkeit, den Rettungsdienst wieder direkt in öffentliche Trägerschaft zu haben und nicht weiter auf private Dienstleister angewiesen zu sein.

Um den Rettungsdienst als eigenständige Tätigkeit zu erhalten, sollen beide Berufszweige auch getrennt eingeschlagen werden können. Eine zusätzliche, erweiternde Qualifikation soll auch im Nachhinein ermöglicht werden.

Da eine Verbeamtung eine finanzielle Herausforderung darstellt und die Arbeitsfähigkeit im Rettungsdienst oft nicht bis Eintritt in das Rentenalter anhält, sind Weiterbildungsmöglichkeiten umso wichtiger. So können Berufstätige im Rettungsdienst auch nach dem Ausscheiden aus dem ursprünglichen Tätigkeitsgebiet erwerbstätig bleiben. Umschulungen und der Einsatz in verwandten Tätigkeitsgebieten (z.B. der Lehre) sind zu ermöglichen, Supervisionen haben sich als Mittel bewährt, Arbeitsunfähigkeiten in psychisch belastenden Berufen zu reduzieren. Daher sind diese bei Verbeamtung verpflichtend.

Der Rettungsdienst ist als klassischer medizinischer Ausbildungsberuf für viele eine Teilzeitbeschäftigung. Mögliche Gründe sind beispielsweise andere berufliche Tätigkeiten in ähnlichen Bereichen, Teilzeit aufgrund familiärer Bedingungen, ein Studium, das durch die Arbeit im Rettungsdienst mitfinanziert wird oder auch Lehrtätigkeiten im Bereich der Ersten Hilfe. Daher sollte die Möglichkeit, ein Arbeitsverhältnis in Teilzeit einzugehen, weiterhin bestehen.

PDF

Download (pdf)

Änderungsanträge zu J-11

Nr Zeile AntragstellerInnen Text Begründung Status
J-11-2 2 Karlsruhe-Stadt

Streiche Zeile 2

J-11-2 2 Konstanz

Streiche Z.2

J-11-7-10 7-10 Mannheim

Ersetze Zeile 7 bis 10 durch:
3. Die Bezahlung im Rettungsdienst soll an den Tarifvertrag im Öffentlichen Dienst (TVÖD) angeglichen werden. Diese Angleichung soll nicht die Teilbeschäftigung in anderen Bereichen oder die Beschäftigung in Form eines Nebenjobs beeinträchtigen und ist dementsprechend auszugestalten.

J-11-14 14 Mannheim

Füge nach Zeile 14 hinzu:
5. Die Sicherstellung der Finanzierung des Rettungsdienstes, durch die Krankenkassen.

Änderungsantrag zu J-11 erstellen

Um einen Änderungsantrag einreichen zu können, benötigt ihr einen Delegiertenzugang für das Konferenzsystem. Dieser wird vom Landesbüro an die Vorsitzenden der einzelnen Kreisverbände versendet. Zum Anmelden müsst ihr das Widget in der rechten Spalte verwenden.