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E-11 Stärkung der Identifikation mit Europa durch mehr Austausch zwischen den Ländern; zur Weiterleitung an: Bundeskongress der Jusos, SPD-Bundestagsfraktion (AG Europa), S&D Fraktion im europäischen Parlament

AntragstellerInnen: Stuttgart

Stärkung der Identifikation mit Europa durch mehr Austausch zwischen den Ländern; zur Weiterleitung an: Bundeskongress der Jusos, SPD-Bundestagsfraktion (AG Europa), S&D Fraktion im europäischen Parlament

Zur Stärkung der Identifikation mit Europa wird ein europaweiter Schüler*innenaustausch für alle Schüler*innen in EU-Ländern analog des Erasmus-Programms für Studierende gefördert. Dabei verbringen Schüler*innen der 8. und 9. Klasse verpflichtend eine Woche bei einer Gastfamilie in einem zufällig gewählten EU-Land und das gleichaltrige Kind dieser Familie kommt anschließend für eine Woche in die Partnerfamilie. Dieser Austausch muss allerdings nicht ausschließlich in den Familien stattfinden. Falls dies nicht möglich oder nicht gewünscht ist, ist auch eine andere Unterbringung möglich. Es sollte jedoch auch bei einer alternativen Unterbringung der Gastschüler*innen der Austausch gewährleistet werden. Reisekosten und ein Taschengeld vor Ort werden von der EU bezahlt. Die EU stellt zudem eine Online-Plattform zur Verfügung, auf der die Schüler*innen  Interessen und Hobbies angeben können und auf Grundlage dieser anonymen Profile Präferenzen für mögliche Austauschpartner*innen setzen können. Namen und  Herkunftsland werden nicht angegeben. Die Organisation des Austauschs erfolgt mit Hilfe der Plattform über die Schulen. Nach dem Zusammenführen der Austauschtandems sollen den Schüler*innen dort Möglichkeiten zur Verfügung gestellt werden, sich über ihr Gastland zu informieren sowie ein Angebot geschaffen werden, um Grundkenntnisse der Landessprache erlernen zu können.

Begründung:

Zwar ist die junge Generation in den EU-Ländern zu großen Teilen pro-europäisch eingestellt, ein Austausch zwischen Jugendlichen verschiedener Länder kann jedoch gerade dann noch zur Stärkung der Identifikation mit Europa beitragen. Besonders der Kontakt der Jugendlichen aus osteuropäischen Ländern mit Schüler*innen aus westeuropäischen Staaten soll dabei noch verstärkt werden. Nach wie vor hängt ein solcher Austausch jedoch sehr von der Motivation der jeweiligen Lehrkräfte oder dem Wissen, um entsprechende Möglichkeiten ab. Mit dem groß angelegten Programm soll nun gewährleistet werden, dass möglichst alle Schüler*innen und damit alle zukünftige Bürger*innen der EU einen solchen Austausch erfahren haben werden.

Ein EU-weiter Schüler*innenaustausch, an dem alle Schüler*innen der 8. oder 9. Klasse teilnehmen und dabei für eine Woche im europäischen Ausland leben und dort im Schulalltag in direkten Kontakt mit Jugendlichen aus anderen Ländern kommen, wäre analog zum Erasmus-Programm für Studierende eine tolle Möglichkeit, eine EU-weite Vernetzung zu stärken und bereits Schüler*innen die Möglichkeit zu geben, die anderen Länder Staaten und ihre Menschen kennenzulernen.  Aus diesem Grund wollen wir einen EU-weiten, verpflichtenden Schüler*innenaustausch einführen, an dem alle Schüler*innen der 8. und/oder 9. Klasse teilnehmen und dabei für eine Woche im europäischen Ausland leben und dort im Schulalltag in direkten Kontakt mit Jugendlichen aus diesen Ländern kommen. Wir sind der Überzeugung, dass ein solcher Austausch langfristig die Solidarität der europäischen Länder untereinander fördern kann, indem er grenzübergreifende Freundschaften knüpft und das Wissen über die Lebensrealitäten in anderen Mitgliedsländern verbessert. Nach Abschluss der Austausche wären zudem in den jeweiligen Schulklassen zahlreiche verschiedene Erfahrungen aus den unterschiedlichsten Mitgliedsländern vorhanden, was die Identifizierung mit Europa weiter fördern würde.

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Änderungsanträge zu E-11

Nr Zeile AntragstellerInnen Text Begründung Status
E-11-1 1 Biberach

Ersetze die Zeilen 1-4: „Zur Stärkung … in die Partnerfamilie.“ durch:

“Zur Stärkung der Identifikation mit Europa wird ein europaweiter Schüler*innenaustausch für alle Schüler*innen in EU-Ländern analog des Erasmus-Programms für Studierende gefördert und darauf hingewirkt, dass möglichst viele Schüler*nnen dieses Angebot wahrnehmen. Dabei verbringen Schüler*innen der 8. und 9. Klasse eine Woche bei einer Gastfamilie in einem zufällig gewählten EU-Land und das gleichaltrige Kind dieser Familie kommt anschließend für eine Woche in die Partnerfamilie. “

Es ist problematisch, junge Menschen dazu zu zwingen, in ein von ihnen nicht bestimmbares fremdes Land zu reisen. Dieser Zwang kann zu kontraprodutiven Reaktionen führen, indem beispielsweise die Europaskepsis wächst, da ja Jugendliche häufig meist eher trotzig auf Zwang reagieren.
E-11-1 1 Ostalb

Ersetze im gesamten Antrag “eine Woche“ durch “zwei Wochen“

E-11-2 2 Konstanz

Ersetzte Z2 ab“Dabei verbringen“ bis Z14 durch “Im Rahmen des Comenius Projektes sollen die Aktivitäten ausgebaut und vertieft werden, um so den Schüler*innen die Möglichkeit zu bieten Europa und die europäischen Werte zu erleben.“

E-11-3 3 Heilbronn

Streiche in Z.3 “verpflichtend”

E-11-3 3 Ulm

Dabei verbringen Schüler*innen der 8. und 9. Klasse “verpflichtend“ eine Woche be einer Gastfamilie…

Wir sehen es kritisch diese Maßnahme "verpflichtend" für Alle einzuführen. Es gibt immer individuelle Gründe, die eine zwingend auferlegte Auslandserfahrung bei einer Gastfamilie ausschließen. Daher fordern wir, dass das Wort "verpflichtend" aus dem Antrag genommen wird!
E-11-3 3 Ostalb

Ergänze in Z.3 vor “verpflichtend“ “im Regelfall“

E-11-3 3 Heidelberg

Ersetze (Z.3) : verpflichtend durch freiwillig

 

E-11-8 8 Biberach

Ersetze in Zeile 8 „Reisekosten und ein Taschengeld vor Ort werden von der EU bezahlt“ durch:

“Die Reisekosten sollen möglichst durch Zuschüsse von der EU, sowie Bund und Ländern, gedeckt werden. Für Schüler, die sich eine Teilnahme finanziell nicht leisten können, soll eine auch vertrauliche Übernahme der Kosten durch Schulvereine und/oder Schulträger möglich sein.“

Nachdem bereits das kostenlose Interrailticket für junge Erwachsene von der EU-Kommission aus Kostengründen abgelehnt wurde, ist nicht davon auszugehen, dass eine Kostenübernahme in weit höherem Maße für das selbe Ziel gebilligt wird. Außerdem sollten Familien, die finanziell sehr gut ausgestattet sind nicht von der Allgemeinheit zu stark für Unternehmungen ihrer Kinder querfinanziert werden und oft herrscht vor allem im Ländle auch die Einstellung vor: „Was nix kostet, ist auch nix wert!“

Änderungsantrag zu E-11 erstellen

Um einen Änderungsantrag einreichen zu können, benötigt ihr einen Delegiertenzugang für das Konferenzsystem. Dieser wird vom Landesbüro an die Vorsitzenden der einzelnen Kreisverbände versendet. Zum Anmelden müsst ihr das Widget in der rechten Spalte verwenden.