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B-26 Wahlmöglichkeit zwischen G8 und G9 zulassen; zur Weiterleitung an: SPD Landesparteitag

AntragstellerInnen: Neckar-Odenwald

Wahlmöglichkeit zwischen G8 und G9 zulassen; zur Weiterleitung an: SPD Landesparteitag

Jusos und SPD Baden-Württemberg setzten sich für eine Wahlmöglichkeit zwischen dem achtjährigen und dem neunjährigen gymnasialen Bildungsgang ein. Hierbei soll mittelfristig von den Schulen vor Ort bzw. den verantwortlichen Schulträgen entschieden werden können, welche Bildungsgänge sie anbieten möchten. Ziel dieser Reform muss es sein, dass alle Kinder und Eltern in Baden-Württemberg zwischen G8 und G9 auch an allgemeinbildenden Gymnasien wählen können.

Sozialdemokratische Bildungspolitik hat stets den Menschen im Mittelpunkt. Uns geht es nicht um Schnelligkeit und Angepasstheit, zum Teil auf Kosten der körperlichen und psychischen Gesundheit, sondern um die Entwicklung von kreativen und kritisch hinterfragenden jungen Menschen. Die von der CDU/FDP-Regierung auf Druck der Wirtschaft eingeführte Verkürzung der Lernzeit auf acht Jahre ist gescheitert. Dies zeigen nicht nur die Zahlen, wonach sich an den G9-Modellschulen des Landes ca. 92% der Schülerinnen und Schüler für das G9 entscheiden, sondern auch die politischen Entscheidungen aus anderen Bundesländern (z.B. Niedersachsen und Bayern), die vielfach zu G9 zurückkehren.

Eine Konkurrenzsituation zur Gemeinschaftsschule lässt sich ebenfalls nicht belegen. Diese verfügt– aus gutem Grund – über ein völlig anderes pädagogisches Konzept, das auf längeres gemeinsames Lernen, individuelle Förderung und gleichzeitig stärkere Heterogenität setzt. Zudem zeigen aktuelle Übergangsquoten, dass nur ca. 8% der Schülerinnen und Schüler an Gemeinschaftsschulen eine Gymnasialempfehlung haben. Ein Ausspielen diese beiden Schularten mit dem Druckmittel „G9“ auf Kosten von Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern lehnen wir daher ab. Aus diesem Grund wollen Jusos und SPD Baden-Württemberg, dort wo es SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen wünschen, eine Rückkehr zu G9 an Gymnasien ermöglichen.

Begründung:

Erfolgt mündlich

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