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S-14 Widerspruchslösung bei der Organspende einführen; zur Weiterleitung an: Juso Bundeskongress

AntragstellerInnen: Ulm

Widerspruchslösung bei der Organspende einführen; zur Weiterleitung an: Juso Bundeskongress

Die Zahl der Organspenden ist viel zu gering. Dabei steht sie in einem eklatanten Widerspruch zu der Tatsache, dass die meisten BürgerInnen eine Organspende im Todesfall befürworten.

Daher soll die sog. Widerspruchslösung eingeführt werden.

Diese soll derart ausgestaltet sein, dass davon ausgegangen wird, dass die betroffene Person mit einer Organspende im Todesfall einverstanden ist, es sei denn sie hat sich in ein -zu errichtendes- öffentliches Widerspruchsregister eintragen lassen oder führt ein Dokument bei sich, aus dem ein Widerspruch gegen eine Organentnahme hervorgeht.

Wichtig ist auch die notwendigen organisatorischen Voraussetzungen zu schaffen um das notwendige Vertrauen in das System der Organspende zu gewährleisten. Hierzu gehören transparente Wartelisten und eine umfangreiche Information der Bevölkerung.

Begründung:

Seit Jahren führt Spanien bei der Zahl der Organspender und stellt jedes Jahr einen neuen Rekord auf. Aktuell liegt die Rate bei 34 Organspendern pro einer Million Einwohner gegenüber 14,6 Spendern pro einer Million Einwohner in Deutschland. In der Zwischenzeit empfiehlt die WHO das Spanische Modell, welches maßgeblich auf der Widerspruchslösung basiert. Die Widerspruchslösung gilt auch in einigen anderen europäischen Ländern.

In Deutschland wären 71% damit einverstanden, wenn ihnen nach dem Tod Organe oder Gewebe entnommen würden. Allerdings haben lediglich 35% einen Organspendeausweis.

Wir fordern deshalb, dass ein Modell, wie es in Spanien genutzt wird, in Deutschland ebenfalls eingeführt werden soll.

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Änderungsanträge zu S-14

Nr Zeile AntragstellerInnen Text Begründung Status
S-14-3 3 Karlsruhe-Stadt

Ersetze Z.3-7 durch “Wir setzen uns daher dafür ein, dass, angelehnt an Regelungen in den USA, bei der Ausstellung eines Personalausweises auch immer Angaben zur Organspende gemacht werden müssen. Personen, die der Organspende zustimmen erhalten einen Aufkleber, der die Zustimmung verdeutlicht.“

S-14-7 7 Konstanz

Füge ein nach Zeile 7 „Hierbei soll der/die Betroffene sich ebenfalls gegen eine Entnahme einzelner Organe entscheiden können, wie es bereits beim jetzigen Organspendeausweis der Fall ist.“

S-14-10 10 Konstanz

Füge ein nach Zeile 10: „Ein Jahr vor dem Inkrafttreten der Reform soll daher eine Kampagne mit großer Breitenwirksamkeit angestrebt werden.“

Änderungsantrag zu S-14 erstellen

Um einen Änderungsantrag einreichen zu können, benötigt ihr einen Delegiertenzugang für das Konferenzsystem. Dieser wird vom Landesbüro an die Vorsitzenden der einzelnen Kreisverbände versendet. Zum Anmelden müsst ihr das Widget in der rechten Spalte verwenden.