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S-22 Zunahme von Essstörungen bekämpfen!; zur Weiterleitung an: SPD-Bundestagsfraktion, SPD-Bundesparteitag

AntragstellerInnen: Ostalb

Zunahme von Essstörungen bekämpfen!; zur Weiterleitung an: SPD-Bundestagsfraktion, SPD-Bundesparteitag

Um eine stärkere Transparenz und einen höheren Verbraucherschutz in der Werbeindustrie durchzusetzen, und verzerrten Körperidealen insbesondere bei jugendlichen Mädchen vorzubeugen, fordern wir:

– Nach dem Vorbild Frankreichs sollen retuschierte Bilder in Medien mit einem einheitlichen, deutlich erkennbaren Hinweis versehen werden

– verpflichtende Einführung der Lebensmittelampel auf allen Lebensmittelverpackungen

– keine Lebensmittelwerbung an Kinder unter 12 Jahren, wenn die Produkte nicht den Kriterien der WHO für ausgewogene Ernährung entsprechen

Begründung:

„Schatz, ich bin zu dick.“ Wer diesen Satz schon einmal gehört hat, befindet sich in guter Gesellschaft. Die meisten Frauen fühlen sich in ihrem Körper unwohl.

Gefährlich wird es, wenn dadurch die (psychische) Gesundheit leidet: So nimmt die Zahl der Essstörungen zu. Vor allem Jugendliche sind betroffen. Damit einher geht ein hohes Risiko, denn nur die Hälfte der an Magersucht Erkrankten kann geheilt werden, in 15% der Fälle verläuft die Erkrankung tödlich. Damit ist Magersucht die tödlichste aller psychischen Krankheiten.

Doch auch die Zahl Übergewichtiger nimmt zu: 15% der deutschen Kinder und Jugendlichen sind übergewichtig, 6,3% davon leiden unter Adipositas.

Die Probleme der westlichen Gesellschaft mit dem Thema Ernährung sind nicht zu leugnen. Dabei sind die Ursachen für Essstörungen vielfältig. Eine Ursache sind die Medien, die ein unrealistisches Körperbild suggerieren. Gleichzeitig wirken gezielte Werbung und undurchsichtige Kennzeichnung von Lebensmitteln einer gesunden Nahrungsmittelauswahl oft entgegen.

 

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Änderungsanträge zu S-22

Nr Zeile AntragstellerInnen Text Begründung Status
S-22-4 4 Ravensburg

Füge in Zeile 4 nach „werden“ ein: „-Ebenfalls nach dem Vorbild Frankreichs soll Anstiftung zu Magersucht, das heißt das Verbreiten von Materialien und das Betreiben/zugänglich Machen von Websites, die Essstörungen wie Bulimie oder Anorexia nervosa verherrlichen oder Motivation und Anleitung für solche geben (Pro-Ana-/Pro-Mia-Websites), verboten werden. Zuwiderhandlung soll hart bestraft werden. Die geistige und körperliche Gesundheit oft junger, verunsicherter Individuen muss in diesem Fall höher als die Meinungsfreiheit gewertet werden.“

S-22-4 4 Ostalb

Füge ein in Z.4 nach “werden“ “Hierfür fordern wir die SPD-Bundestagsfraktion auf, sich für praktikable und angemessene Kriterien einzusetzen. Selbstverständlich soll der einfache Einsatz von Photoshop nicht kennzeichnungspflichtig sein. Enorme Retuschierungen, die das körperliche Erscheinungsbild substantiell verändern, müssen dagegen angegeben werden.“

S-22-6-7 6-7 Konstanz

Streiche Zeilen 6-7

S-22-6-7 6-7 Tübingen

Streichen

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